Sozialkritik, Psychologie, Mediation, Supervision, Organisationsberatung, Eventkultur, Trauma,

Eventkultur

18,80 

240 Seiten Hardcover

ISBN 978-3-934391-38-3

innerhalb von 2-3 Tagen lieferbar

Kategorie:

Beschreibung

Ereigniskonsum als Abwehrritual in der globalisierten Gesellschaft
Vogelgrippe, Rütli-Schule, Pisa, G8-Gipfel – der öffentliche Raum wird heute unübersehbar beherrscht von einer Kultur des hektischen Wechsels kurzfristig dominierender Themen und Ereignisse. Für einen Moment scheint dieses Ereignis oder Problem alle anderen an Wichtigkeit und Dringlichkeit zu überstrahlen. Schon nach kurzer Zeit entschwindet das Thema der Aufmerksamkeit und in der Masse der meist weiterhin ungelösten Probleme, um einem neuen Hype Platz zu machen. Die Industriegesellschaft hat tiefe Eingriffe in die biologischen Systeme des Planeten ermöglicht. Manche von ihnen, wie die Atomkraftwerke, erfordern ein Denken in Zeiträumen, welche den mittelalterlichen Traum vom Millenium verzwergen. Im sozialen Leben bemerken wir, dass die Bereitschaft zu körperlicher Ausdauer in „niederen“ Arbeiten in den fortgeschrittenen Gesellschaften schwindet und nur durch Zugriff auf stärker traditionell bestimmte Kulturen die entstehenden Lücken in Landwirtschaft, Hausarbeit oder Pflege ausgeglichen werden können. In der Erziehung wird deutlich, dass emotionale Defizite über Generationen hin fortwirken und die durch instabile, nachlässige oder extrem kränkbare Eltern gesetzten Schäden nur unzureichend behoben werden können. Ob es um die Umwelt, die Psychohygiene oder die Struktur von Organisationen geht – überall beobachten wir, dass hektische Veränderungen dominieren und langfristige Pläne fehlen. Dabei könnten viele sonst nicht wieder gutzumachende Schäden durch Ausdauer und Geduld vermieden werden. Solche Beobachtungen legen nahe, in einer modernen Gesellschaft besonders sorgfältig und mit langfristigen Konzepten zu planen. Beklagt wird jedoch in vielen Bereichen das Gegenteil. Immer schneller werden Entscheidungen gesetzt und Einschnitte in Traditionen vorgenommen. Einflussreiche Gruppen scheinen mehr auf den augenblicklichen Eindruck, die nächste Wahl, die Zwischenbilanz, die Aktionärsversammlung hinzuarbeiten. Das Spektrum reicht vom Automodell, das zurückgerufen werden muss, bis zum Gesetz, das Nachbesserungen benötigt und unerwartete Schäden anrichtet. Das hier entwickelte und in teils analytischen, teils persönlichen Beiträgen skizzierte Konzept der „Eventkultur“ sammelt Beschreibungen, Modelle und Ansätze, um solche Erscheinungen besser zu verstehen. Die Autoren versuchen, sie kulturell zu verorten, ihre positiven und negativen Aspekte herauszuarbeiten. Sie vermitteln nicht nur überraschende Perspektiven, sondern auch Einsichten, welche eine Orientierung im Event-Dschungel ermöglichen.

Zusätzliche Information

ISBN

978-3-934391-38-3

Paperback

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